Entwicklung von Kompetenzen

Entwicklung von Kompetenzen

Welche theoretischen Konzepte zur Entwicklung von Kompetenzen eröffnet Forschende Lernen noch?

Inzwischen wurden auch im deutschsprachigen Raum etliche theoretische Ausführungen zu Kompetenzmodellen und Kompetenzstufen bei der Durchführung vom Forschenden Lernen veröffentlicht.

  • Thiel/Böttcher entwerfen mit ihrem RMKR-W-Modell (Thiel, F./Böttcher, F, 2010) vier Dimensionen von Forschungskompetenzen:
    • Recherchekompetenzen
    • Methodenkompetenzen
    • Kommunikationskompetenzen
    • Reflexionskompetenzen
    • Zusätzlich wird eine „Basisdimension fachlichen Wissens“ genannt und wie folgt beschrieben: Kenntnis zentraler Theorien, zentraler aktueller Befunde sowie zentraler Forschungsmethoden im Fach sowie Kenntnis der Standards wissenschaftlicher Kommunikation) unterschieden (a. a. O.: 121).
  • Schneider, R. /Wildt, J., 2007 entwickelten ein Kompetenzstufenmodell des Forschenden Lernens mit vier Stufen:
    • Stufe I: Naive Einstellung
    • Stufe II: Im Fokus eigenen Handelns
    • Stufe III: Mit der Absicht der Verbesserung konkreter Praxis und
    • Stufe IV: Praxisforschung: theoretisch begründet durchführen und reflektieren.
  • Dies verbinden die Autoren mit dem Forschungszyklus; dies ergibt auf der Matrix (Stufe – Forschungzyklus) ein Kompetenzstufenmodell (Schneider, R., 2009, Abb. 6, S. 37)
  • An der Universität von Adelaide (vgl. http://www.adelaide.edu.au/rsd/) wurde ein sogenannter „Research Skills Development Framework“ (RSD) entwickelt, bei dem entlang des Forschungsprozesses einer- und je nach dem Ausmass an Begleitung bzw. Autonomie der Studierenden andererseits die entwickelten Kompetenzen dargestellt werden.

Bei diesem Research Skill Development Framework unterscheiden die Autoren zwei Ebenen: die horizontale Ebene beschreibt die Zunahme an studentischer Autonomie im Forschungsprozess, die vertikale Ebene benennt in kurzer Form die einzelnen Forschungsschritte. Je nach enger oder weiter Führung durch die Lehrperson können Studierende zunehmend eine höhere Autonomie und damit ein höherer Grad an Selbständigkeit beim Erwerb von Fach- und Methodenkompetenzen erlangen. Auf der Webseite lassen sich viele Hilfestellungen zur Benutzung des Frameworks finden wie auch Verwendungsbeispiele auf allen Studienstufen und in verschiedenen Fächern.

Quellen

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