Wie geht „Aktivierung“ in der Lehre?

Wie geht „Aktivierung“ in der Lehre?

Zentrale didaktische Grundprinzipien

Lehr-Lern-Architektur und Zeitpunkt der Aktivierung, Eigene Abbildung: Brendel 5/2016

Drei Phasen:

Prinzipiell lässt sich eine Lehrveranstaltung in drei Phasen gestalten, die den jeweiligen Zeitpunkt und die Art der Aktivierung bestimmen:

Das Sandwichprinzip

Das Sandwichprinzip: Eine gesamte Lehrveranstaltung in diesem Dreiphasenmodell lässt sich als sogenanntes „Sandwich“ gestalten; dies strukturiert die Lehre in regelmäßigen Zyklen wie folgt: siehe Abbildung 1

Mit dem Sandwichprinzip wird ein systematischer Wechsel zwischen Aktivität und Passivität in die Lehrveranstaltung eingeführt; damit wird diese auch systematisch strukturiert. Während der vorbereitenden Phase (in der Abbildung 1, Schritte 1-2) die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt wird, erfolgt in der nachbearbeitenden Phase das Durcharbeiten des zuvor Gelernten (Schritte 4-5).

Die didaktischen Funktionen der Lehre sind im Sandwichprinzip wie folgt:

  • Vorkenntnisse, Erfahrungen und Fragen zum Lehrthema werden aktiviert
  • Die Aufmerksamkeit für die rezeptive Phase wird erhöht
  • Das Aufnehmen und Behalten des Gehörten/des Gelernten wird gefördert
  • Insgesamt wird das Prinzip von Ein- und Ausatmen in Lernprozess (Einatmen: Wissen aufnehmen; Ausatmen: Wissen verarbeiten) realisiert.
  • Abb: 1 / Quelle: Abbildung z. B. nach Strittmatter/Ehlail 2012; eigene Abbildung: Brendel 6/2016
  • Abb: 2 / Sandwich – Plangungsprinzipen

Quellen

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