Was mache ich, wenn Studierende die geplante aktivierende Methode nicht mitmachen wollen?

Was mache ich, wenn Studierende die geplante aktivierende Methode nicht mitmachen wollen?

Sind Studierende bei der Einführung einer neuen Methode widerständig, bedeutet das noch lange nicht, dass sie prinzipiell lernunwillig sind. Der Widerstand kann verschiedene Ursachen haben wie z.B.

  • Es liegt die sogenannte „Verständnisillusion“ vor: Studierende haben den Eindruck, das Gehörte schon verstanden zu haben. Meist bemerken sie erst bei der aktiven Beschäftigung mit dem Inhalt, dass dies noch nicht ganz der Fall ist.
  • Unsicherheit, die beim Verlassen einer eingeübten Verhaltensweise (i.d.R. Zuhören und allenfalls Mitschreiben) entsteht.
  • Sorge, mindestens aber Unsicherheit, dass die Zusammenarbeit mit meist (noch) fremden KommilitonInnen nicht gelingen wird.
  • Aufbringen einer höheren Energie, die der Wechsel von der passiven Rolle zu der Konsumentin / des Konsumenten in eine aktive Rolle erfordert.
  • Beim Erwerb des eigenen Wissens geht die Sicherheit verloren, dass das selbst erarbeitete das „richtige“ Wissen ist. Dagegen wird von der Lehrperson davon ausgegangen, dass diese das „richtige“ Wissen wiedergibt.
  • Unklarheit über Sinnhaftigkeit der Aufgabe.
  • Unklarheit, was mit den Ergebnissen geschieht.
  • Auftragsunklarheit (was genau muss ich mit wem bis wann und mit welchem Ergebnis tun?).

Didaktische Tipps im Umgang mit dem Widerstand bei der Einführung einer aktivierenden Methode