Was ist selbstreguliertes Lernen?

Was ist selbstreguliertes Lernen?

„Wenn ich daran denke, was ich alles zu erledigen habe, wird mir ganz schlecht! Nächste Woche habe ich zwei Klausuren, in der Woche darauf nochmal zwei; danach habe ich nur noch eine Woche Zeit für meine Hausarbeit; und einen Praktikumsplatz für die nächsten Semesterferien muss ich auch noch suchen…“

Solche und ähnliche Situationen erleben die meisten Studierenden im Rahmen ihres Studiums. Wie gut sie mit derartigen Mehrfachbelastungen umgehen können, hängt zentral von ihrer Fähigkeit ab, sich selbst zu regulieren. Während einige Studierende gut organisiert und zielstrebig ihre Aufgaben erledigen, fühlen sich viele andere überfordert und geraten in Zeitdruck – in manchen Fällen werden sogar die unangenehmen Aufgaben so lange aufgeschoben, dass von einer chronischen Prokrastination ausgegangen werden muss.

Die Fähigkeit zum selbstregulierten Lernen kann trainiert werden! Regelmäßiges Üben steigert nicht nur die Zufriedenheit, sondern auch die Leistungen im Studium, wie Metaanalysen von Dignath und Büttner (2008) und Benz (2010) zeigen konnten.

Im vorliegenden Artikel soll dargestellt werden, wie Dozierende ihre Studierenden darin unterstützen können, selbstregulierte Lerner zu werden. Im ersten Abschnitt wird zunächst der Begriff des selbstregulierten Lernens näher definiert und von anderen Begriffen abgegrenzt. Anschließend wird ein theoretisches Modell beschrieben, das den prototypischen, wünschenswerten Prozess des selbstregulierten Lernens darstellt. Im darauffolgenden zweiten Abschnitt des Artikels werden konkrete Gestaltungsvorschläge für universitäre Lehrveranstaltungen erläutert, die das selbstregulierte Lernen der Studierenden unterstützen und fördern können.

Definition

Modellvorstellung

Quellen

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