Moderieren in der Lehre

Moderieren in der Lehre

Von der klassischen Moderation zum Moderieren in Lehrveranstaltungen

Lehrgespräche und Diskussionen sind häufig anzutreffende Lehrmethoden, denn sie können, anders als viele aktivierende Methoden, im Plenum stattfinden und nehmen zumeist weniger Zeit in Anspruch.

Lehrgespräche werden eher im Rahmen der Wissensvermittlung beispielsweise in Vorlesungen eingesetzt, um Fragen zu klären oder Studierende zum aktiven Mitdenken oder Anwenden des vermittelten Wissens anzuregen. Diskussionen hingegen sind in Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Studiengängen in Seminaren häufig anzutreffen. Nach der Textarbeit oder einem Referat ist es dann ein Lernziel, Theorien, Thesen oder Perspektiven miteinander zu vergleichen, abzuwägen und zu argumentieren. In diesen Lehrveranstaltungen ist dann das Diskutieren explizites Lernziel, das angeleitet und gefördert werden sollte.

Lehrgespräche und Diskussionen können grundsätzlich in vielen Lehrveranstaltungsformen und- phasen eingesetzt werden. So beispielsweise auch in Laborübungen, wenn im Lehrgespräch Versuchsaufbauten vorab mit Studierenden als Antestat oder Eingangs-Kolloquium besprochen werden. Das Lernziel und die Lehrinhalte entscheiden letztlich darüber, welche Formen dieser aktivierenden Lehre eingesetzt werden.

Gemeinsam ist ihnen die Aufgabe des Moderierens durch Lehrende und dabei die Herausforderung, die neutrale Moderation mit der Bezüge-herstellenden zu verbinden, also dem Transformieren der Beiträge in Richtung wissenschaftlichem Diskurs.

Im Folgenden werden nach einem Einstieg in das Thema Moderation und Moderationssettings, spezifische Anlässe der Moderation in Lehrveranstaltungen sowie deren jeweiligen Aufgaben, Rollen, Methoden, Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.

Moderation bzw. moderieren (Latein: moderare, „mäßigen“) ist vornehmlich aus dem Bereich Tagungen bzw. aus dem Arbeits- und Projektmanagement bekannt. Dort werden externe (oder interne) Moderierende als neutrale Prozessbegleitung eingebunden, um die vor allem methodische Strukturierung einer Arbeitsfrage oder Aufgabe, die eine Gruppe betrifft, zu unterstützen (vgl. Freimuth/Barth 2014). Moderation in diesem engen Sinne hat vor allem die Aufgabe einer Prozess-Steuerung, also der Strukturierung der Arbeitsweise – sie bleibt fachlich neutral.

Klassische Moderation

Aspekte der Moderationsrolle in Lehrveranstaltungen

Quellen

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