Aktivierung nach dem Sandwichprinzip

Zentrale didaktische Grundprinzipien

Lehr-Lern-Architektur und der Zeitpunkt der Aktivierung, Eigene Abbildung: Brendel 6/2016

Das Sandwichprinzip: Eine gesamte Lehrveranstaltung in diesem Dreiphasenmodell lässt sich als sogenanntes „Sandwich“ gestalten; dies strukturiert die Lehre in regelmäßigen Zyklen wie folgt: siehe Abbildung 1

Mit dem Sandwichprinzip wird ein systematischer Wechsel zwischen Aktivität und Passivität in die Lehrveranstaltung eingeführt; damit wird diese auch systematisch strukturiert. Während der vorbereitenden Phase (in der Abbildung 1, Schritte 1-2) die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt wird, erfolgt in der nachbearbeitenden Phase das Durcharbeiten des zuvor Gelernten (Schritte 4-5).

Die didaktischen Funktionen der Lehre sind im Sandwichprinzip wie folgt:

  • Vorkenntnisse, Erfahrungen und Fragen zum Lehrthema werden aktiviert
  • Die Aufmerksamkeit für die rezeptive Phase wird erhöht
  • Das Aufnehmen und Behalten des Gehörten/des Gelernten wird gefördert
  • Insgesamt wird das Prinzip von Ein- und Ausatmen in Lernprozess (Einatmen: Wissen aufnehmen; Ausatmen: Wissen verarbeiten) realisiert.

Abb: 1 / Quelle: Abbildung z. B. nach Strittmatter/Ehlail 2012; eigene Abbildung: Brendel 6/2016

Abb: 2 / Sandwich - Plangungsprinzipen

Strittmatter-Haubold, Veronika/Ehlail, Fadja (2012): Lernen im Aufwind. Methodenreader zur Gestaltung von Lernprozessen. Institut für Weiterbildung, Pädagogische Hochschule Heidelberg: Heidelberg.

Macke, Gerd/Hanke, Ulrike/Viehmann, Pauline (2012): Hochschuldidaktik. Lehren, vortragen, prüfen. Mit Methodensammlung „Besser lehren“ auf CD. Beltz: Weinheim.