Effiziente Praxistipps für einzelne Lehrbereiche

Nicht nur auf Ebene der Gesamtveranstaltung sondern auch für die einzelnen Teilbereiche von Lehre gibt es gute Praxistipps, um Lehre effizient zu gestalten.

Grundlagenpraktika dienen in der Regel dazu, die in der Vorlesung vorgestellten Inhalte zu vertiefen. Die Versuchsvorschriften sind meist gut etabliert. Für die Lehrenden ergibt sich der größte Teil des Aufwandes für diese Praktika aus den organisatorischen Anforderungen, die aus der häufig großen Zahl von Studierenden resultieren.

Die Erstellung von Checklisten für Material, Räume und Tutor_innen ist auch für den reibungslosen und effizienten Ablauf von Praktika das geeignete Mittel um Pannen und Verzögerungen zu vermeiden. So wird nichts vergessen: Das notwendige Material ist rechtzeitig nachbestellt, die Verträge mit den Studentischen Hilfskräften werden fristgerecht auf den Weg gebracht, es wird ausreichend Zeit für die Bildung der Gruppen eingeplant und die Übermittlung der Einzelnoten für praktische Tätigkeiten und Protokolle durch die Tutoren an die Lehrenden ist organisiert.

Auch die Übergabe an Nachfolger_innen wird durch die vorhandenen Checklisten erleichtert und lässt, anstelle der Übermittlung einer Vielzahl von organisatorischen Einzelheiten, Raum für eine Diskussion der bisherigen Erfahrungen.

Falls für die Teilnahme am Praktikum ein Antestat vorgesehen ist, ist dies für die Lehrenden häufig mit einem großen Zeitaufwand verbunden. Diese Aufgabe lässt sich nicht gut an studentische Tutor_innen delegieren, da diese nur schwer die notwendige Distanz zu den von Ihnen zu bewertenden Teilnehmer_innen aufbauen können. Auch wenn die (meist mündliche) Prüfung mit mehreren Teilnehmer_innen gleichzeitig durchgeführt wird, sollte dennoch allen Prüflingen ein Mindestzeitraum für die Präsentation des eigenen Wissens eingeräumt werden.

Der Einsatz eines elektronischen Tests anstelle einer mündlichen Prüfung für das Antestat ermöglicht es auch bei großen Teilnehmer_innen-Zahlen jeden/jede Teilnehmenden einzeln zu prüfen und gleichzeitig hinsichtlich der Prüfungsdauer vergleichbare Prüfungsbedingungen zu ermöglichen. Mit diesem Szenario und unter Verwendung von größeren Fragensammlungen mit zufälliger Fragenzuweisung kann die Feststellung der Zulassung zum Praktikum unproblematisch auch studentischen Tutor_innen überlassen werden.

Für die Erleichterung der Korrektur der zu erstellenden Praktikumsberichte oder Protokolle, eignen sich die weiter unten im Abschnitt „Schriftliche Arbeiten (z. B: Übungsblätter, Protokolle, Laborbücher,…)“ aufgeführten Hinweise.

Im Gegensatz zu den Grundlagenpraktika werden in Fortgeschrittenen-Praktika meist nur kleine Kohorten, oft sogar einzelnen Studierende betreut. In diesem Fall ist es besonders günstig, wenn es gelingt, Praktikumsversuche an vorhandene Forschungsthemen anzulehnen. Die Tutor_innen und Dozent_innen sind schon in das Thema eingearbeitet, Materialien, Methoden sind bereits vorhanden und Abläufe etabliert, so dass sich auch der zeitliche Aufwand minimiert.

Zusammenfassung:

1. Checklisten erstellen

2. Einsatz elektronischer Tests für Antestate

3. Versuche an Forschungsthemen anlehnen

Bei der Erstellung neuer Aufgaben sollte möglichst auf eine leichte Korrigierbarkeit geachtet werden. Hier eignen sich insbesondere Lückentexte, Zuordnungsaufgaben, zu ergänzende Grafiken und Aufgaben mit Antwortwahlverfahren. Diese Aufgabentypen bringen deutliche Zeitersparnis bei der Auswertung und erleichtern die Übergabe an andere an der Korrektur beteiligte Personen. In der Vorbereitung der Prüfung lassen sich durch die Erstellung einer Musterlösung grobe Fehler bei der Aufgabenstellung vermeiden und die Korrektur durch mehrere Personen wird vereinfacht und objektiviert. Bei größeren Teilnehmer_innen-Zahlen kann es sinnvoll sein, auch die organisatorischen Abläufe (inklusive Terminsetzung) in Form eines Leitfadens vorher festzulegen, damit die Übergabe der Prüfungsbögen zwischen den an der Korrektur Beteiligten reibungslos funktioniert.

Als Aufgabe für einen Notenbonus oder zur Vorbereitung auf Praktika können Studierende aufgefordert werden Prüfungsfragen zum behandelten Thema zu entwickeln. Die intensive Beschäftigung mit der Formulierung der Frage und der zu erstellenden Musterlösung (eventuell mit entsprechender Punkteverteilung) kann bei den Studierenden zu einer Steigerung des Lernfortschritts führen und regt im Hinblick auf die Prüfung frühzeitiges Arbeiten an. Die erstellten Fragen können vorhandene Aufgabenpools für formative oder summative Tests anreichern. Einige der erstellten Fragen können mit nur wenig Zusatzaufwand für Auswahl und Optimierung in zukünftigen Fachprüfungen eingesetzt werden.

Fertig erstellte Prüfungen oder einzelne Prüfungsfragen von Kolleg_innen checken zu lassen vermeidet schwache Prüfungsfragen, Fehler und Pannen in der Zeiteinschätzung oder der Einschätzung des Schwierigkeitsgrades. Wer sich selbst bei Kolleg_innen als „Probant_in“ für neu erstellte Aufgaben anbietet, wird im Gegenzug wahrscheinlich keine Schwierigkeiten haben Rückmeldungen für die eigenen Aufgaben zu bekommen. Finden sich Fachkolleg_innen außerhalb des eigenen Fachbereichs oder an anderen Universitäten, so bietet sich auch hier ein Austausch der Aufgabenpools an.

Geprüfte Items können in einer Aufgabensammlung oder Datenbank zusammengestellt werden und erlauben dann den systematischen Zugriff für die Erstellung von Prüfungen. Aus den vorhandenen Items lassen sich je nach Aufgabentyp mit wenig Aufwand Variationen erstellen. Gut gepflegte Sammlungen können über moodle oder EvaExam leicht mit Kolleg_innen ausgetauscht und geteilt werden.

Zur Vermeidung von Pannen und Verzögerungen, zur Erhöhung der Rechtssicherheit und zur reibungslosen Übergabe an Nachfolger_innen sollten für die Klausurdurchführung und –einsicht Checklisten erstellt werden. Vorlagen hierzu bietet das Dez II der TUDa unterKlausurdurchführungund Klausureinsicht.

Die bei der Korrektur und beim Noteneintrag anfallenden stets wiederkehrenden Aufgaben wie die Addition der erreichten Punktzahl, die Übertragung der Namen und Matrikelnummern sowie die Verknüpfung von Klausurnote mit Vorleistungen oder Boni sind zeitaufwändig und fehleranfällig. Eine Automatisierung der Routinetätigkeiten mindert diese Risiken. So können zum Beispiel die Daten der Teilnehmenden für eine Prüfung aus TUCaN importiert und anschließend alle Daten in einem Dokument abgelegt werden. Sind die Daten im Gesamtdokument tabellarisch nach einem konsequent angewendeten Sortierkriterium (z.B. Matrikelnummer) angeordnet, lassen sich die erzielten Punkte elektronisch addieren und anhand eines Notenschlüssels in das Endergebnis umrechnen. So können die Ergebnisse anschließend direkt wieder in das Campusmanagementsystem exportiert werden. Übertragungs- und Berechnungsfehler können auf diese Weise weitgehend minimiert und der Zeitaufwand bei großen Teilnehmer_innenzahlen deutlich reduziert werden. Aus der erstellten Übersichtsdatei lassen sich außerdem mit geringem Aufwand die Sitzplatzzuweisungen, Teilnehmerlisten, Deckblätter und Listen für die Klausureinsicht erstellen.

Häufig müssen für eine schriftliche Prüfung mehrere Varianten erstellt werden, um z.B. verschiedene Themenschwerpunkte abzufragen oder um in dicht besetzten Hörsälen das Abschreiben zu erschweren. Werden Klausur, Musterlösung sowie verschiedene Varianten in einem einzigen Dokument angelegt, können Änderungen direkt für alle Varianten erfolgen wodurch die Fehleranfälligkeit deutlich gesenkt wird.

Eine der möglichen Ursachen für nicht bestandene Prüfungen ist das Fehlen eines souveränen Umgangs mit der Fachsprache. Hier kann ein gemeinsam erstelltes Glossar für die Studierenden in der Prüfungsvorbereitung eine gute Unterstützung bieten. Werden die Beiträge über eine Studienleistung oder eine Bonusaufgabe durch die Studierenden selbst erstellt, beschränkt sich der Aufwand für die Lehrenden auf die Korrektur der erstellten Beiträge oder, falls ein Peer-Review-Verfahren angewendet wird, auf die Rückmeldung zum studentischen Feedback.

Auf ganz ähnliche Weise können zu einzelnen Themen auch Wikis von Studierenden erstellt werden lassen. Glossare oder Wikis können von den Studierenden zur Prüfungsvorbereitung herangezogen werden und in nachfolgenden Veranstaltungen als Lehrmaterialien wiederverwendet werden.

Zusammenfassung:

1. Auf leichte Korrigierbarkeit achten
2. Musterlösung und ggf. Leitfaden für die Prüfungskorrektur erstellen
3. Prüfungsfragen von den Studierenden formulieren lassen
4. Prüfungsfragen von Kolleg_innen/WiMis testen lassen
5. Aufgabensammlung anlegen
6. Checklisten erstellen
7. Automatisierung von Routinetätigkeiten
8. Glossar von den Studierenden erstellen lassen
9. Wiki von den Studierenden erstellen lassen

Mündliche Prüfungen sind besonders gut dazu geeignet die Selbstwirksamkeits- und das Kompetenzerleben von Studierenden zu steigern. Das kann insbesondere dann gelingen, wenn die Studierenden in der Prüfung Gelegenheit erhalten, in vorgegebenem Rahmen über ein selbstgewähltes Thema vorzutragen. Dies wird den Studierenden bereits in der Vorbesprechung zur Prüfung angekündigt. Aus dem Kurzvortrag der Studierenden ergeben sich dann ganz automatisch weiterführende Prüfungsfragen. So muss in der Vorbereitung weniger Zeit für die Erstellung der Prüfungsfragen verwendet werden. Gleichzeitig kann diese Vorgehensweise Unsicherheit und Nervosität der Prüflinge mindern.

Zur objektiven Notenfindung und zur Erhöhung der Rechtssicherheit empfiehlt es sich, auf standardisierte Protokollvorlagen (z.B. von Dez. II) zurückzugreifen, in denen alle notwendigen Angaben eingetragen werden. So entstehen einheitliche Protokolle, die es erlauben Prüfungsergebnisse gut nachvollziehbar und vergleichbar zu dokumentieren.

Zusammenfassung:

1. Studierende ein selbst gewähltes Thema vortragen lassen
2. Protokollvorlagen nutzen

Elektronisch über eine Lernplattform (z.B. moodle) erstellte Aufgabenstellungen, erlauben unaufwändige Variantenerstellung und Wiederverwendung für Aufgaben und Übungsblätter.

Wird auch die elektronische Gruppeneinteilung und Themenauswahl über die Lernplattform gestaltet, ergibt sich ein deutlich verminderter Koordinierungsaufwand und damit eine Zeitersparnis für die Betreuer_innen. Die Gruppen können so nach zuvor festgelegten Kriterien (z.B. Neigung; Arbeitshaltung, …) automatisch zugeordnet werden, was zu einer geringeren Anzahl von Änderungswünschen und zu einem meist reibungsloseren Arbeitsablauf innerhalb der Gruppen führt. Die Einhaltung von Abgabefristen wird automatisch überwacht und gelingt üblicherweise einfacher als bei einer „physischen Einreichung“.

Gerade bei großen Teilnehmer_innenzahlen entsteht bei den Studierenden rasch der Eindruck, dass eine Praktikumsaufgabe, die schon von Generationen von Studierenden in genau der gleichen Weise durchgeführt wurde, besonders langweilig sei. Für Übungen und Praktika lassen sich auf der Grundlage von Standardaufgabenstellung Varianten erstellen, deren Ergebnisse von den Gruppen miteinander verglichen werden können. (Beispiel: Untersuchung von Bodenproben auf Nitrat: Ackerboden, Kakteenerde; Spielplatzsand, …)

Zur Vermeidung der stets gleichen Korrekturen empfiehlt es sich, eine Liste häufig wiederkehrender Fehler zusammenzustellen und mit der Aufgabenstellung an die Studierenden auszugeben.

Die Korrekturarbeit für Protokolle und Hausarbeiten lässt sich zeitlich deutlich reduzieren, indem für die Beurteilung der eingereichten Beiträge ein kriteriengeleitetes Peer-Review-Verfahren angewendet wird. In diesem Fall beschränkt sich die Korrekturarbeit für die Lehrenden auf ein Feedback für die Beurteilung bzw. auf eine grobe Kontrolle der eingereichten Beiträge. Auf diese Weise lernen die Studierenden die Beurteilungskriterien für die gestellte Aufgabe kennen, setzen sich ein zweites Mal intensiv mit dem zu erarbeitenden Stoff auseinander und lernen durch die gegenseitigen Rückmeldungen voneinander.

Zusammenfassung:

1. Aufgabenstellung elektronisch erstellen (moodle)
2. Gruppeneinteilung und Themenauswahl elektronisch vornehmen (moodle)
3. Variantenerstellung
4. Liste häufiger Fehler ausgeben
5. Peer-Review (kriteriengeleitet)

Studentische Abschluss- oder Hausarbeiten sind in zunehmendem Maße direkt an laufende Forschungsprojekte angebunden. Im Spannungsfeld zwischen Forschung und Lehre stellt die gute Betreuung der Arbeiten die Lehrenden vor umfangreiche Anforderungen. Gleichzeitig darf das Forschungsprojekt selbst nicht vernachlässigt werden.

Die Erstellung von Checklisten und Leitfaden für die zu betreuende Art von Arbeiten sichert einen gleichmäßigen Standard in der Betreuung auch bei wechselnden Betreuer_innen innerhalb eines Fachgebietes und hilft dabei alle wesentlichen Betreuungsphasen zu strukturieren. Anhand des Leitfadens kann eine klare Kommunikation der Anforderungen und Erwartungen sowie der Regeln für die Zusammenarbeit gleich zu Beginn die Basis für eine gelungene Betreuung bilden. Die schriftlich formulierten Anleitungen im Leitfaden für Betreuer_innen und Studierende (enthält Regeln der Zusammenarbeit, Laborregeln, Anforderungen und Erwartungen) sollten den Studierenden Unterstützung für das möglichst selbstständige Erarbeiten ihrer Aufgaben bieten. In den erstellten Checklisten können neben der klar formulierten Aufgabenstellung und dem Zeitplan z.B. Literaturlisten, Formatvorlagen, Standardarbeitsanleitungen, Listen mit Ansprechpartnern oder Firmen und eine schriftliche Aufstellung von FAQ mit ihren Antworten hilfreich sein.

Der Aufwand für die Erstellung der Checklisten und Leitfaden führt schon nach wenigen Durchläufen zu einer spürbaren zeitlichen Entlastung für die Betreuer_innen, da die Studierenden in die Lage versetzt werden, sich die Antworten auf die am häufigsten auftretenden Fragen selbst zu beschaffen.

Die Erarbeitung eines Exposés durch die Studierenden vermindert die Anzahl der notwendigen Korrekturschleifen, in dem die Studierenden ein frühzeitiges Feedback zu ihrem Arbeitsansatz bekommen. Darüber hinaus ist es insbesondere bei Masterarbeiten sinnvoll, in den Checklisten festgelegte Zeitfenster für Zwischenberichte festzulegen. Diese haben dann auch die Funktion frühzeitig und häufig Feedback zur Arbeit zu geben.

Falls im Arbeitskreis bereits regelmäßige Vorträge der Doktoranden zu den Forschungsthemen etabliert sind, lassen sich die Proposalvorträge und Zwischenberichte der Studierenden zu ihren Abschluss- oder Hausarbeiten dort einfach einbinden. Auf diese Weise erhalten die Studierenden Feedback und Input durch mehrere Personen. Das erhaltene Feedback sowie die Absprachen zum weiteren Vorgehen können die Studierenden in einem Protokoll schriftlich zusammenfassen, wodurch die Korrekturschleifen minimiert und die Betreuenden weiter entlastet werden.

Zusammenfassung:

1. Leitfäden nutzen/erstellen
2. Klare Kommunikation der Anforderungen und Erwartungen
3. Anleitung der Studierenden zur selbständigen Bearbeitung
4. Exposé erarbeiten lassen
5. Proposalvortrag halten lassen und Zwischenberichte
6. Protokoll zum weiteren Vorgehen

Die gute und erfolgreiche Betreuung von Lehrveranstaltung kann für Lehrende einen immensen Arbeitsaufwand erzeugen, der sie in das Dilemma führt sich zwischen guter Lehre und guter Forschung entscheiden zu müssen.

Für die verschiedenen gängigen Lehrveranstaltungsformate lassen sich einige wirksame Strategien erkennen, mit deren Hilfe die Durchführung und vor allem die Übernahme von bereits etablierten Lehrveranstaltungen zeiteffizient und mit guter Qualität gestaltet werden kann. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die gute kollegiale Zusammenarbeit mit den aktuellen Fachkolleg_innen sowie den Vorgänger_innen und Nachfolger_innen für die betreute Veranstaltung.

Bei der Übergabe an Nachfolger_innen ist wichtig, dass Lehrveranstaltungsplanung und Materialien systematisch abgelegt sind und Erfahrungen nachträglich in der Planung schriftlich dokumentiert wurden. Checklisten und Unterlagen sollten mit kurzen Erläuterungen an Nachfolger_innen übergeben werden, um den Einstieg zu erleichtern und Materialien nicht neu erarbeiten zu müssen.

Erarbeitete Lehrmaterialien können auch für den fachübergreifenden Austausch wertvoll sein. Unterlagen, Checklisten oder Leitfäden von Kolleg_innen lassen sich mit wenig Aufwand an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Fachliche Inhalte können mit angrenzenden Fachgebieten abgestimmt werden. Das spart Zeit bei der Einführung von Grundlagen. Bereits erarbeitete Grundlagen müssen auf diese Weise nicht erneut eingeführt werden, sondern es genügt der Verweis auf die entsprechende Veranstaltung. Daraus resultiert mehr Zeit für die Inhalte der eigenen Lehrveranstaltung. Die Studierenden wiederum erkennen die Relevanz der Studieninhalte besser, wenn diese über mehrere Veranstaltungen verknüpft auftauchen.

Schließlich bleibt zur Schonung der eigenen Ressourcen noch der Hinweis, keine Verantwortung zu übernehmen für Dinge, die die Studierenden selbst erfüllen müssen. Z.B. genügt es einen Abgabetermin für eine Aufgabe festzulegen und zu kommunizieren. Bei Nicht-Abgabe sind es die Studierenden die aktiv werden müssen, nicht die Dozenten_innen.

Die aufgeführten Beispiele zeigen, dass die Entscheidung für das Engagement in guter, d.h. effektiver Lehre nicht zwangsläufig zu Lasten effektiver Forschung gehen muss. Vielmehr ist eine gut geplante Kombination des Forschungs- und Lehrauftrags ein Schlüssel zum Erfolg für beide Arbeitsfelder.