Didaktisches Planungskonzept – Sandwich-Planung

Didaktisches Planungskonzept – Sandwich-Planung

Abbildung 1: Testergebnisse von Studierenden in der Vorlesung mit aktiven Verarbeitungsphasen (Experimentalgruppe) und ohne aktive Verarbeitungsphasen (Kontrollgruppe) (Eigene Darstellung nach Deslauriers et al. 2011, 863)
Abbildung 1: Testergebnisse von Studierenden in der Vorlesung mit aktiven Verarbeitungsphasen (Experimentalgruppe) und ohne aktive Verarbeitungsphasen (Kontrollgruppe) (Eigene Darstellung nach Deslauriers et al. 2011, 863)

Das „Sandwich“ wurde von Wahl et al. (1995, 87ff) als Bild für die abwechslungsreiche Gestaltung einer Lehrveranstaltung gewählt, um zu verdeutlichen, dass sich Stoffvermittelnde und selbstaktive Phasen abwechseln sollten. Empirische Untersuchungen zur Anwendung des Sandwich-Prinzips in der universitären Lehre zeigen, dass die Aufmerksamkeit von Studierenden durch aktive Verarbeitungsphasen signifikant gesteigert werden kann und der Lernerfolg deutlich höher ausfällt (vgl. Abbildung 1).

Das Sandwich-Prinzip
Das Sandwich-Prinzip

Das Sandwich-Prinzip gründet auf der Idee, das es für Lernen immer erforderlich ist, eigene Annahmen („subjektive Theorien geringer Reichweite“) offen zu legen, um diese mit wissenschaftlichem Wissen zu konfrontieren, kritisch zu überprüfen und anpassen zu können (vgl. Wahl 2013, 33). Übertragen auf die einzelne Lehrveranstaltung bedeutet dies, dass den Studierenden Zeit gegeben werden muss, sich mit dem vermittelten Expertenwissen auseinanderzusetzen. Außerdem gilt es zu prüfen, inwiefern sich hieraus bessere Handlungsstrategien und -konzepte ableiten lassen und die eigenen verinnerlichten Handlungskonzepte überarbeitet werden müssen (vgl. Wahl 2013, 98ff). Neben der lerntheoretischen Vorstellung (Abgleich eigenen Wissens mit objektiven Wissen) wird mit dem Sandwich-Prinzip auch der Individualität der Lernenden Rechnung getragen. Wegen der Unterschiede subjektiver Begriffe und Theorien, heterogener Vorkenntnisse, individueller Lernstrategien und Lernmotivation ist es notwendig, Phasen zu ermögliche, in denen eine subjektive Auseinandersetzung mit den vermittelten Inhalten möglich ist.

Einstiegsphase

Arbeitsphasen

Abschlussphase

Quellen

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